Kirchliche Gefängnisse für Mißbrauchstäter?

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ORF Online berichtet über einen Vorschlag des (röm.-kath.) kirchlichen Experten für Mißbrauchsprävention, Hans Zollner SJ, für “kirchliche Gefängnisse” für (sexuelle) Mißbrauchstäter, wo diese nach Verbüßung ihrer Haftstrafe aufgenommen und weiter streng kontrolliert werden können, um eine Rückfälligkeit und damit Gefährdung der Gesellschaft zu verhindern.

Laut Zollner weiß man aus Studien, daß viele Täter, die schweren sexuellen Mißbrauch begangen haben, nach Verbüßung ihrer Haftstrafe und trotz Therapie und und anderen Auflagen, nach dem Auslaufen dieser Maßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit rückfällig werden und wieder Mißbrauchstaten begehen.

In den USA macht man seit Jahrzehnten gute Erfahrungen mit solchen Einrichtungen, die zwar als “etwas Ähnliches wie ein Gefängnis” beschrieben werden, wo die Aufnahme jedoch freiwillig erfolgt, wenn Täter einsehen, daß sie die Kontrolle brauchen, um nicht wieder straffällig zu werden. Solche Einrichtungen befinden sich meist in entlegenen Gegenden und bieten ein strenges Regime mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Dieser Vorschlag klingt zunächst mal nicht schlecht, denn diese Art von Kontrolle auch nach Strafverbüßung ist wahrscheinlich bei einer Mehrheit der Täter notwendig. Man könnte solche Täter natürlich auch lebenslang in Sicherheitsverwahrung nehmen; das ist aber, nur auf den bloßen Verdacht einer Rückfälligkeit hin, weder mit den Grundsätzen moderner Rechtsstaatlichkeit noch mit christlicher Theologie vereinbar. Einrichtungen, wo sich Freiwilligkeit und Verbindlichkeit die Waage halten, die den Tätern ihre Menschenwürde lassen und gleichzeitig die Gefahr eines Rückfalls vermindern, sind da sicher der bessere Ansatz.

Ich zweifle allerdings an, ob es ideal ist, solche Einrichtungen durch die Kirche(n) führen zu lassen.

Die Institution Kirche, in ihren verschiedensten konfessionellen Ausprägungen, hat sowohl in der Prävention und Verfolgung von sexuellem Mißbrauch in den eigenen Reihen, als auch in der Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben im staatlichen Auftrag kaum mehr  Glaubwürdigkeit. Praktisch alle Kirchen haben bei der Vermeidung und Aufklärung von Mißbrauch durch kirchliche Amtsträger jahrezehntelang versagt, indem sie den Ruf der Institution sowie finanzielle Überlegungen vor das Wohl der meist minderjährigen Opfer gestellt haben. Dabei denken viele Menschen zuerst an die Mißbrauchsskandale in der römisch-katholische Kirche, aber erst im vorigen Jahr wurde der fragwürdige Umgang der weltweit größten baptistischen Denomination, den Southern Baptists, mit dem Mißbrauch durch Pastoren und Jugendleiter aufgedeckt. Und die Mißhandlung von Schülern in kirchlichen Internatsschulen und anderen Jugendeinrichtungen in der nicht allzu entfernten Vergangenheit kommt immer wieder ans Tageslicht, ob es sich nun um evangelische Schulen in Deutschland, anglikanische Schulen in Australien und Kanada, anglikanische Sommercamps in England, oder katholische Schulen in vielen verschiedenen Ländern, wie zuletzt in Kanada, handelt. Oft waren das Einrichtungen, die in staatlichem Auftrag betrieben wurden, und wo “schwer erziehbare” oder straffällig gewordene Jugendliche von Gerichten oder anderen Behörden eingewiesen wurden, bzw versucht wurde, Kinder von indigenen Völkern an die “moderne”, weiße Gesellschaft anzupassen. Diese Vergangenheit wird zwar inzwischen, aufgrund der Aufdeckung durch die Medien, zunehmend aufgearbeitet, allerdings teilweise immer noch sehr zögerlich und nicht radikal genug.

Auf jeden Fall fehlt der Institution Kirche die für eine solche Aufgabe notwendige Glaubwürdigkeit. Wenn wir, als gläubige Christen, das nicht einsehen, wird uns die weltliche Gesellschaft daran erinnern.

Ich habe aber auch einen schwerwiegenden theologischen Einspruch. Wenn solchen Einrichtungen im Auftrag oder in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen agieren (was notwendig ist, wenn sie denn als Alternative zu einer lebenslangen Sicherheitsverwahrung dienen sollen), dann besteht in unserem heutigen gesellschaftlichen Klima mit Sicherheit die Erwartung, daß diese Einrichtungen zwar im Einklang mit der allgemeinen, liberalen Gesellschaftsordnung betrieben werden, daß sie ansonsten jedoch weltanschaulich neutral sind, d.h. daß die Insassen keiner ideologischen oder religiösen Beeinflussung ausgesetzt sind. Ich stelle mal in den Raum, daß eine christliche Kirche, die diesen Namen verdient, eine solche Einschränkung nicht akzeptieren darf. Das soziale Engagement der Kirche Jesu Christi muß immer mit der Verkündigung des Evangeliums einhergehen. Natürlich ist eine Zwangsbeglückung der Insassen solcher Einrichtungen, mit Vorschriften wie verpflichtendem Gottesdienstbesuch usw., nicht der richtige Weg, den Menschen muß ihr freier Wille gelassen werden; aber die Kirche darf sich nicht den Mund verbieten lassen, darf sich Evangelisation nicht verbieten lassen.

Ich weiß nicht, was die Alternative ist: solche Einrichtungen vom Staat, oder auch in staatlichem Auftrag von privaten Firmen führen zu lassen, erscheint angesichts der Zustände in den meisten Gefängnissen weltweit auch nicht ideal. Wenn es jedoch staatliche Einrichtungen diese Art gibt, daß sollen sich die Kirchen natürlich einbringen, in Form von Anstaltsseelsorge wie man das ja bereits aus dem Strafvollzug, dem Spitalswesen, oder dem Militär kennt.

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Das Erbe von Abe und Irene Neufeld

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Nachdem ich vor ein paar Tagen einen Blog-Beitrag verfaßt habe über die zwei Gemeinden, die sich vor kurzem im novum in der Wiedner Hautpstraße 146 im 5. Wiener Bezirk “Margareten” angesiedelt haben, Stadtlicht – Freikirche Margareten (ehemals Tulpengasse) und New City Wien, und dabei auch den Gründungspastor von Stadtlicht, Abe Neufeld und seine Frau Irene, erwähnt habe, begann ich über das Erbe nachzudenken, das diese beiden Diener Gottes in Wien und ganz Österreich hinterlassen haben.

Abe und Irene waren Missionare der Mennoniten-Brüdergemeinden in Kanada und kamen 1954 mit ihren drei Söhnen Tom, Charles und Gareth, nach Österreich, genauer gesagt nach Linz, um dort vor allem mit Flüchtlingen zu arbeiten. Das waren damals vor allem deutschstämmige Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ehemals deutschen oder deutsch besetzten Gebieten nach Österreich geflohen waren. Vier Jahre später kehrte Familie Neufeld sie wegen einer Erkrankung des jüngsten Sohnes nach Kanada zurück. Die nächsten Jahre dienten sie in der Schweiz, Deutschland, und Kanada, bevor sie 1969 wieder nach Österreich zurückkamen, diesmal nach Wien.

Sie begannen eine Arbeit unter Studenten, und sehr bald gab es eine Gruppe von Menschen, die sich in der Wohnung von Abe und Irene in der Fasangasse zunächst zum Bibelstudium, dann aber auch zum Sonntagsgottesdienst trafen. Als die Wohnung zu klein wurde, traf sich die Gruppe eine Zeit lang im Albert-Schweitzer-Haus, einem evangelischen Studentenheim, bevor sie dann eine langfristige Heimat und damit auch ihren Namen in einer ehemaligen Bäckerei an der Ecke Tulpengasse/Lenaugasse im 8. Wiener Gemeindebezirk fand: die Gemeinde Tulpengasse (oder kurz TUGA) war geboren.

Abe und Irene leiteten diese Gemeinde (mit kurzen Unterbrechungen für Heimaturlaube) bis 1983 und kehrten dann nach Kanada zurück. Abe diente noch sieben Jahre als Pastor einer Mennoniten-Brüdergemeinde in Winnipeg, war danach auch im Ruhestand nicht untätig.

Irene erkrankte schließlich an Krebs und verstarb 2016; drei Jahre später (2019) starb auch Abe, ebenfalls an Krebs.

Aus der Gemeinde Tulpengasse gingen im Lauf der Jahre unmittelbar drei weitere Gemeinden in Wien hervor: die Mennonitische Freikirche Wien, heute in der Hetzendorfer Straße zu Hause, die Gemeinde Floridsdorf, in der Jedlersdorfer Straße, und die Gemeinde Kagran,  am Kagraner Platz; andere Gemeinden gehen indirekt auf die TUGA zurück.

Als ich Ende 1971 durch junge Leute von Operation Mobilisation zu einem lebendigen Glauben fand, und nach ein paar Monaten in England die Bekanntschaft der “evangelikalen Szene” in Wien machte, waren die Beziehungen zwischen den evangelikalen Freikirchen zu den sogenannten “Großkirchen”, Römisch-Katholische Kirche und Evangelische Kirche, mit wenigen Ausnahmen alles andere als freundschaftlich. Die Großkirchen ordneten die Freikirchen als “Sekten” ein und warnten ihre Mitglieder und Anhänger gegen jeden Kontakt mit den “Sektierern”; die Freikirchen ihrerseits sahen in der katholischen Kirche vielfach “die größte Sekte.” Vereinzelte Ausnahmen waren “fromme” evangelische Christen, die gemeinsam mit den Freikirchen in der Evangelischen Allianz engagiert waren.

Anfang 1973 bekehrte sich ein junges Ehepaar, Johannes und Christi Fichtenbauer, durch den Dienst von Abe Neufeld. Nicht ganz ein Jahr später hatte Johannes den Eindruck, daß Gott zu ihm sagte, er solle in die katholische Kirche zurückkehren, Er wolle ihn dort gebrauchen. Etwa zeitgleich lernten Johannes und Christi die katholische Charismatische Erneuerung kennen, die gerade aus Amerika kommend in Österreich angekommen war; schweren Herzens verließen sie die TUGA und begannen mit anderen einen Gebetskreis in der Dominikanerkirche in der Postgasse in Wien.

Aus dem Gebetskreis in der Postgasse bildete sich 1977 die Gemeinschaft “Umkehr zum Herrn“, zu deren Leitungsteam Johannes viele Jahre gehörte.

1985 kam es zur Gründung des “Kreis zur Einheit“, einer Art pfingstlich/charismatischem Gegenstück zur Evangelischen Allianz, die damals nicht für pfingstlich/charismatische orientierte Christen offen war. Dort kam Johannes wieder mit Freikirchen in Kontakt, und als der Kreis zur Einheit 1992 den ersten “Marsch für Jesus” in Wien organisierte, wurde Johannes zum Vorsitzenden des Trägervereins gewählt. 1994 fand der zweite Marsch für Jesus statt, und 1995 wurde Johannes, der inzwischen katholische Theologie studiert hatte, zum Diakon geweiht.

1996 bestellt Kardinal Christoph Schönborn, der katholische Erzbischof von Wien, Diakon Johannes Fichtenbauer zu seinem Kontaktmann zu den Freikirchen.

1997 findet im Wiener Stephansdom ein ökumenisches Nachtgebet statt, bei dem der Baptistenpastor Dietrich Fischer-Dörl die Predigt hält. Aus diesem Event entsteht ein Proponenten-Kommitee, welches eine Begegnungskonferenz vorbereiten soll.

Die 1. Begegnungskonferenz findet im Mai 1997 in Schlierbach, O.Ö., statt, und dort regt der Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz, Stuart McAllister, einen “Runden Tisch für Österreich“.

Zur Gründung des Runden Tisches im Dezember 1997 kommen 35 Leiter. In den folgenden Jahren trifft sich der Runde Tisch unter dem Vorsitz von Johannes Fichtenbauer zweimal im Jahr an unterschiedlichen Orten in ganz Österreich.

2009 wurde durch Johannes sowie andere Mitglieder des Runden Tisches die Unterstützung von Kardinal Schönborn für eine Arbeitsgruppe zum Thema “Anerkennung der Freikirchen” gewonnen; und vier Jahre später (2013) war es dann tatsächlich so weit: die “Freikirchen in  Österreich“, als Dachverband von fünf Gemeindebünden wurde von der Republik Österreich als Kirche anerkannt und damit den anderen anerkannten Kirchen gleichgestellt.

Nun kann man natürlich nicht sagen, was geschehen wäre, wenn Johannes Fichtenbauer nicht durch Abe Neufeld zum Glauben gekommen und in den fast 11 Monaten, die er in der TUGA verbrachte, stark von ihm geprägt worden wäre; Tatsache ist jedoch, daß Gott diese Bekehrung und die Vision einer Versöhnung des Leibes Christi in Österreich, die er Johannes geschenkt hat, wesentlich zur Anerkennung der Freikirchen, nach Jahrzehnten, ja Jahrhunderten der Diskriminierung durch Staat und Großkirchen, gebraucht hat, womit auch die Anerkennung der Freikirchen in Österreich ein Erbe des treuen Dienstes von Abe und Irene Neufeld ist.

P.S. Über die Arbeit von Abe und Irene Neufeld in Wien und die daraus entstandene Gemeinde Tulpengasse gibt es ein Buch Margaret Epp. Es ist leider schon seit langem vergriffen, ist aber hier antiquarisch erhältlich:
8., Tulpengasse: A church blossoms in Vienna by Margaret A Epp | OwlsBooks (abebooks.com)

Quellen: Global Anabaptist Mennonite Encyclopedia Online für biografische Details zu Abe und Irene Neufeld, meine persönlichen Erinnerungen sowie Gespräche mit Reinhard Kummer und Johannes Fichtenbauer, die Webseite des Vereins “Weg der Versöhnung/Runder Tisch für Österreich“, das Buch “Meilensteine auf dem Weg der Versöhnung“, insbesondere das Kapitel von Hans-Peter Lang über die Anerkennung der Freikirchen.

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Two Vienna Churches: Stadtlicht and New City Wien

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Having grown up in a fairly traditional Roman Catholic family, by the time I reached my mid-teens I was no longer really interested in God and church. Then I met a group of young people to whom God seemed to be a living reality, and after spending some time with them I decided to follow Jesus myself.

After a few very formative months in England I came back to Vienna during the summer of 1972 and found my way to an evangelical church in the process of formation. This church later became known as the Tulpengasse or TUGA church, and was the subject of a book by Canadian Mennonite author Margaret Epp. Some of the people I got to know there are still more or less close friends today, such as Johannes Fichtenbauer, who today is a Roman Catholic deacon; others have already passed away, such as the church’s founding pastor and his wife, Canadian Mennonite Brethren missionaries Abe and Irene Neufeld; many others I have lost touch with after moving on, for a variety of reasons, to other churches both in Austria and abroad.

Today, the TUGA church is part of the Federation of Evangelical Churches in Austria, and thus also part of the state-recognized Free Churches in Austria.

A few weeks ago the TUGA church moved from their longtime facilty in Tulpengasse in Vienna’s 8th district, to the novum venue in Wiedner Hauptstrasse 146, in Vienna’s 5th district, known as Margareten. Consequently they changed their name to Stadtlicht – Freikirche Margareten, i.e. Light For The City – Free Church Margareten.

The Stadtlicht church shares its space with the bi-lingual reformed New City Wien church, which also recently moved to the novum location from their old premises on the other side of Wiedner Hauptstraße, a few hundred meters towards the city center. My connection to New City Wien is the fact that my son Stephen and his wife are pretty intensively involved in this church, and that for this reason I have frequently attended their Sunday morning service in the past.

novum Wiedner Hauptstraße is a part of novum locations, a company started and owned by Christians which owns and operates multiple dual-use facilities across Austria: these are typically used by evangelical churches on the weekend, and rented out as conference and seminar facilities during the week. This business model is not without problems, and the co-existence of the two types of users  is not always friction-free, but it has made available affordable meeting spaces to evangelical churches who would otherwise have a hard time affording their own space.

Stadtlicht have their Sunday service in the morning, and New City Wien have theirs in the afternoon. Because of the restrictions imposed due to the Covid pandemic both churches are live streaming their services on YouTube, permitting me to follow both services despite my health-induced mobility challenges.

Here are the links to their respective YouTube channels, where the livestreams can be found each Sunday, as well with videos of past sermons:

My prayer and wish for these two churches is that together they can be an even brighter light and can even more effectively seek the welfare of the city whom their names reference (Jeremiah 29:7).

There are two things in this story which are not without pain to me:

On the one hand the fact that some of those I got to know and respect in the TUGA church (and of course also in various other churches since then) have somehow and for a variety of reasons drifted  away from biblical Christianity, towards some other ideology or philosophy. While I do not feel called or qualified to speculate on the eternal fate of other people (I am much to busy to work out my own salvation with fear and trembling — Philippians 2:12),  when I hear about someone’s passing, and the report is cloaked in the unbiblical language of New Age or other eastern esoteric religion, then, while I commit this person to the boundless love, mercy and grace of God, I cannot help but have some slight doubt as to their fate.

And on the other hand there is the sad fact that it was apparently not possible to preserve the Tulpengasse venue as a space for Christian ministry, and so an important piece of Vienna’s evangelical history is lost forever.

 

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Stadtlicht und New City Wien

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Gut katholisch aufgewachsen, hatte ich im Teenager-Alter kein Interesse mehr an Gott oder Kirche. Dann traf ich eine Gruppe junger Leute, für die Gott eine lebendige Realität war, und entschied mich selbst für ein Leben in der Nachfolge Jesu.

Nach ein paar sehr prägenden Monaten in England kam ich im Sommer 1972 zurück nach Wien und landete in einer gerade in Gründung befindlichen evangelikalen Gemeinde, die später als Gemeinde Tulpengasse (oder TUGA) bekannt wurde. Mit manchen Menschen, die ich damals kennen lernte, bin ich bis heute mehr oder weniger eng befreundet, wie zum Beispiel dem katholischen Diakon Johannes Fichtenbauer; andere sind schon verstorben, darunter das Gründungs-Pastorenehepaar der TUGA, die kanadischen Missionare der Mennoniten-BrüdergemeindenAbe und Irene Neufeld; mit vielen habe ich einfach den Kontakt verloren, nachdem ich aus verschiedenen Gründen aus der Tulpengasse in eine Reihe anderer Gemeinden, sowohl in Wien als auch im Ausland, wechselte.

Die Gemeinde Tulpengasse gehört zum Bund Evangelikaler Gemeinden und damit zur anerkannten Kirche Freikirchen in Österreich.

Vor ein paar Wochen ist nun die Gemeinde Tulpengasse in ein neues Lokal, das novum in der Wiedner Hauptstraße 146 übersiedelt, und hat sich aus diesem Anlaß umbenannt, in Stadtlicht – Freikirche Margareten.

Stadtlicht teilt sich das Lokal mit der reformierten Gemeinde New City Wien, die aus ihrem bisherigen Lokal etwas weiter stadteinwärts auf der anderen Seite der Wiedner Hauptstraße, vor kurzem ebenfalls in das novum Wiedner Hauptstraße übersiedelt ist. Mein Bezug zur New City Wien ist die Tatsache, daß mein Sohn Stephen und seine Frau dort sehr intensiv involviert sind, und ich daher in der Vergangenheit öfters dort den Gottesdienst besucht habe.

Das novum Wiedner Hauptstraße ist Teil der novum locations, die in ganz Österreich Veranstaltungsräumlichkeiten betreibt, die vor allem am Wochenende als Gemeindelokale für evangelikale Gemeinden dienen, und unter der Woche für alle möglichen Veranstaltungen zu mieten sind. Das Konzept ist nicht ohne Probleme, und die Koexistenz dieser zwei Nutzungsarten ist nicht immer ganz reibungsfrei, aber es schafft erschwinglichen Raum für evangelikale Gemeinden.

Stadtlicht trifft sich am Vormittag zum Sonntagsgottesdienst, und New City Wien am Nachmittag. Die Covid-Pandemie der letzten Jahre hat dazu geführt, daß beide Gemeinden ihre Gottesdienste auf YouTube als Livestream anbieten, weshalb ich trotz gesundheitsbedingt eingeschränkter Mobilität an beiden Gottesdiensten teilnehmen kann.

Hier sind die Links zu den jeweiligen Youtube-Kanälen, wo jeweils am Sonntag die aktuellen Livestreams zu finden sind, und auch die Predigten vergangener Sonntage nachgehört werden können:

Mein Gebet und Wunsch für diese beiden Gemeinden ist, daß sie gemeinsam noch besser ein Licht sein können als schon bisher alleine, um für die Stadt, auf die sie sich in ihren jeweiligen Namen beziehen, das Beste zu suchen ( Jeremiah  29,7 ).

In dieser ganzen Geschichte gibt es für mich zwei Wermutstropfen:

Einerseits die Tatsache, daß manche derer, die ich in der Tulpengasse und dann auch in verschiedenen anderen Gemeinden kennen und schätzen gelernt habe, aus verschiedenen Gründen vom Weg einer biblischen Jesus-Nachfolge abgekommen sind und sich anderen Heilsideen und -ideologien zugewandt haben. Ich sehe mich nicht berufen, über das ewige Heil anderer Menschen zu urteilen (dafür bin ich zusehr damit beschäftigt, “zu schaffen, dass ich (selbst) selig werde, mit Furcht und Zittern” — Philipper 2,12), wenn man dann jedoch hört, daß jemand verstorben ist, und diese Meldung in der unbiblischen Sprache von New Age oder östlichen Religionen daherkommt, befiehlt man diese Person wohl der grenzenlosen Liebe und Gnade Gottes an, hegt aber doch zumindest leise Zweifel.

Und andererseits schmerzt die Tatsache, daß es scheinbar nicht gelungen ist, das Lokal in der Tulpengasse einer christlichen Nachnutzung zuzuführen, und damit ein Stück evangelikaler Geschichte in Wien für immer verschwindet.

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Twelve Good Rules

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These “Twelve Rules for Promoting Harmony among Church Members” are taken from a “Manual for the Members of the Second Presbyterian Church” of Charleston, SC, from 1838. They previously appeared in a similar manual for a Presbyterian church in Petersburg, VA, in 1833. They are variously credited to Thomas Smyth (b. 1878, d.1873), pastor of the Charleston church, and William Plumer (b. 1802, d.1880), pastor of the Petersburg church. The facsimile is taken from the “Complete Works” of Thomas Smyth.

Presbyterian churches trace their origins, via Scotland, to the Swiss Reformers, John Calvin and Ulrich Zwingli, and are thus part of the Reformed tradition of Protestant churches; as is true of most Protestant traditions there are now both more conservative and more liberal Presbyterian denominations.

These “Twelve Rules” are, of course, not specifically Presbyterian, but would contribute to peace and harmony in all churches, parishes, and communities, regardless of denomination.

Twelve Rules for Promoting Harmony
among Church Members

    1. To remember that we are all subject to failings and infirmities, of one kind or another.” — Matt 7:1-5; Rom 2:21-23.
    2. To bear with and not magnify each other’s infirmities.” — Gal 6:1.
    3. To pray one for another in our social meetings, and particularly in private.” — James 5:16.
    4. To avoid going from house to house, for the purpose of hearing news, and interfering with other people’s business.” — Lev 19:16.
    5. Always to turn a deaf ear to any slanderous report, and to allow no charge to be brought against any person until well founded and proved.” — Prov 25:23.
    6. If a member be in fault, to tell him of it in private, before it is mentioned to others.” — Matt 18:15.
    7. To watch against shyness of each other, and put the best construction on any action that has the appearance of opposition or resentment.” — Prov 10:12.
    8. To observe the just rule of Solomon, that is, to leave off contention before it be meddled with.” — Prov 17:14.
    9. If a member has offended, to consider how glorious, how God-like it is to forgive, and how unlike a Christian it is to revenge.” — Eph 4:2.
    10. To remember that it is always a grand artifice of the Devil, to promote distance and animosity among members of Churches, and we should, therefore, watch against everything that furthers his the Devil’s end.” — James 3:16.
    11. To consider how much more good we can do in the world at large, and in the Church in particular when we are all united in love, than we could do when acting alone, and indulging a contrary spirit.” — John 13:35.
    12. Lastly, to consider the express injunction of Scripture, and the beautiful example of Christ, as to these important things.” — Eph 4:32; 1 Pet 2:21; John 13:5,35.

 

The facsimile page is taken from a Facebook post by Log College Press but should be in the public domain because of its age.

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Zwölf gute Regeln

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Diese “Zwölf Regeln zur Förderung von Harmonie unter den Mitgliedern der Gemeinde” stammen aus einem “Handbuch für die Mitglieder der Zweiten Presbyterianischen Gemeinde” in Charleston, SC, USA, aus dem Jahr 1838. Davor finden sie sich auch schon 1833 in einem ähnlichen Handbuch für eine Gemeinde in Petersburg, VA, USA. Der eigenliche Verfasser ist daher nicht leicht zu bestimmen; Pastor in Charleston war zu dieser Zeit Thomas Smyth (*1878-†1873), in Petersburg William S. Plumer (*1802-†1880). Das Foto stammt aus der Gesamtausgabe der Werke von Thomas Smyth.

Presbyterianische Kirchen stehen, auf dem Umweg über Schottland, in der Tradition der Reformierten Kirchen, die auf Calvin und Zwingli zurückgehen; wie die meisten protestantischen Denominationen gibt es inzwischen theologisch konservativere und liberalere/modernistischere Zweige.

Diese “Zwölf Regeln” sind allerdings nicht spezifisch presbyterianisch oder reformiert, sondern würden zu Frieden und Harmonie beitragen, in allen christlichen Kirchen, Pfarren, Gemeinden, und Gemeinschaften , egal welcher Tradition oder Konfession.

Zwölf Regeln zur Förderung der Harmonie
unter den Mitgliedern der Gemeinde

  1. Denken wir daran, daß wir alle Fehler und Schwächen, der einen oder anderen Art, haben. — Matthäus 7,1-5; Römer 2,2-23.
  2. Ertragen wir die Schwächen der Anderen, statt sie hervorzuheben. — Galater 6,1.
  3. Beten wir für einander, in all unseren Zusammenkünften, und vor allem auch privat. — Jakobus 5,16.
  4. Wir wollen nicht von einem zum anderen laufen, um Neuigkeiten zu erfragen und uns in anderer Leute Angelegenheiten einzumischen. — 3.Mose 19,16.
  5. Wir wollen unsere Ohren verschließen gegenüber verleumderischem Geschwätz, und gegen niemanden ein Anschuldigung akzeptieren, die nicht wohl begründet und bewiesen ist. — Sprüche 25,23.
  6. Wenn sich ein Mitglied zuschulde kommen läßt, sprechen wir sie oder ihn zuerst persönlich an, bevor wir es anderen gegenüber erwähnen. — Matthäus 18,15.
  7. Wir wollen jeden Anschein der Distanziertheit untereinander vermeiden, und jede Handlung oder Äußerung anderer im besten Licht sehen. — Sprüche 10,12.
  8. Wir wollen die gerechte Regel Salomos befolgen, nämlich vom Streit ablassen, bevor er losbricht.Sprüche 17,14.
  9. Wenn sich ein Mitglied etwas zuschulde kommen läßt, wollen wir bedenken, wie herrlich und Gott-ähnlich es ist, zu vergeben, und wie unchristlich es ist, sich zu revanchieren. — Epheser 4,2.
  10. Wir wollen daran denken, daß es immer ein großes Bauwerk des Teufels ist, Distanziertheit und Feindseligkeit zwischen Gemeindemitgliedern zu stiften, und wir sollten uns daher vor allem hüten, was seine Ziele befördert. — Jakobus 3,16
  11. Wir wollen daran denken, wieviel mehr Gutes wir tun können, sowohl in der Welt als auch besonders in der Gemeinde, wenn wir alle vereint sind in Liebe, als wenn wir allein und mit einem streitsüchtigen Geist handeln. — Johannes 13,35.
  12. Und schließlich wollen wir, was diese wichtigen Dinge angeht, die ausdrückliche Ermahnung der Schrift und das wunderbare Beispiel Christi bedenken. — Epheser 4,32; 1. Petrus 2,21; Johannes 13,5,35.

Das Bild stammt aus einem Facebook-Post von Log College Press, müßte allerdings aufgrund des Alters bereits gemeinfrei sein.

 

 

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Christen und Verschwörungstheorien

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Wir alle haben schon die sonderbare Idee gehört, daß der Covid-19 Impfstoff (das ist übrigens nicht ein einziger Impfstoff, es gibt mehrere verschiedene, die teilweise auf unterschiedlichen Mechanismen beruhen) winzig kleine Computer-Chips, sogenannte Nano-Chips, enthält, die es erlauben, mittels 5G-Mobilfunktechnologie die geimpften Personen fernzusteuern oder zu manipulieren.

In den sozialen Medien in Italien kursiert derzeit ein Diagramm, das angeblich die Funktionsweise eines solchen 5G-Nanochips im Pfizer-Biontech Impfstoff dokumentiert. Laut dieser anonymen Webseite kann dieser Chip nicht nur Stimmen im Kopf des Geimpften erzeugen, er kann auch Stimmungen beeinflussen und Bewegungsreize erzeugen – so der anonyme Autor – der sein Wissen”von den Russen” hat, wie er meint.

Der Open-Source-Entwickler Mario Fusco studierte das Schaltbild des angeblichen 5G-Nanochips und entdeckte ein paar sonderbare Dinge: Schaltkreise zur Einstellung von Klangfarbe und Lautstärke, sowie zur Auswertung eines “Fußschalters”. Weitere Recherchen im Internet offenbarten, daß dies nicht das Schaltbild eines 5G-Nanochios war, sondern das eines Gitarren-Effektpersonals, des Boss Metal Zone MT-2.

Wie Michael Geisel vom Musiker-Portal bonedo.de schreibt,

Sicherlich kann man mit dem Boss-Effektpedal eine Menge anstellen, es lässt sich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in einem Impfstoff verstecken, auch kann es von dort aus keine Stimmungen ändern, Bewegungen auslösen oder Stimmen hörbar machen. Das Ding ist einfach zu groß, um intramuskulär zu injiziert zu werden. Schon alleine deswegen sollte das Boss Metal Zone MT-2 Pedal da bleiben, wo es hingehört, denn es erfreut besonders Gitarren spielende Hardrock- und Heavy-Metal-Musiker.

Helmut Resch von der Vineyard Wien hat den Bonedo-Artikel auf Facebook geteilt, und ich fand manche der Kommentare interessant, insbesondere diese beiden:

Auf die Frage in einem Kommentar, warum Christen sich mit solchen Dingen beschäftigen, statt zu beten, kam die Antwort, daß Jesus sagte, wir sollen wachen und beten, und daß es daher gut sei, wachsam zu sein.

Ich fürchte nur, daß es kein Zeichen von Wachsamkeit ist, auf solche Geschichten hereinzufallen, sondern ein Zeichen von ungesunder Faszination mit Verschwörungstheorien sowie naiver Leichtgläubigkeit.

Und was die Frage angeht, warum allzuviele Christen auf solche Verschwörungstheorien hereinfallen, ich glaube das hat damit zu tun, daß viele evangelikale Christen (und auch viele konservative Katholiken, Orthodoxe, usw) die “Welt” als böse sehen, und erwarten, daß es nur noch schlechter wird, bis Jesus wiederkommt. Und während die Bibel nicht sehr viele Details dafür liefert, wie das aussieht, springen da alle möglichen christlichen Romane ein und liefern phantasievoll ausgemalte Endzeit-Szenarien, die für viele Leser fixer Bestandteil ihres Weltbilds werden.

Die Bibel beschreibt eine Schreckensherrschaft des “Antichristen” unmittelbar vor der Wiederkunft Jesu, und obwohl eine der weitest verbreiteten Auslegungen dieser Schriftstellen besagt, daß Jesus-Gläubige unmittelbar vor dieser Zeit der Schreckensherrschaft (“große Trübsal”) in den Himmel “entrückt” werden, gibt es viele Christen, die das entweder nicht glauben, oder aber befürchten, daß sie zu denen gehören könnten, die zurückgelassen werden (Matthäus 24,40), und für die daher diese “Trübsal” eine Bedrohung darstellt.

Solche Christen rechnen also mit Bedrohungen aller Art, und weil unbekannte Bedrohungen wesentlich beängstigender sind, als solche, die wir kennen, ergreifen viele Menschen (nicht nur Christen) den Stroh-halm, den solche “Erklärungen” bieten.

Letztlich ist also die Faszination mit Verschwörungstheorien ein Ausdruck eines mangelnden Gottvertrauens, mangelnder Überzeugung, daß 1. Korinther 10,13 stimmt:

Gott ist treu, der euch nicht versuchen läßt über eure Kraft, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende nimmt, daß ihr’s ertragen könnt.

 

 

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Männlein und Weiblein sind nun mal nicht austauschbar …

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… so sehr das auch diversen derzeit modernen Ideologien zuwider läuft.

In der “profil Morgenpost” von heute berichtet Isabel Russ, daß Bundeskanzler Sebastian Kurz demnächst Vater wird:

Sebastian Kurz wird Vater. Es passiert selten, dass eine Nachricht aus dem Bundeskanzleramt durchwegs mit positiven Reaktionen aufgenommen wird. Auch wir gratulieren zu diesem neuen Lebensabschnitt.

Hat sich eigentlich schon jemand gefragt, was das für die Karriere des Kanzlers bedeutet? Als Annalena Baerbock, Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl in Deutschland, noch als potentielle Kanzlerkandidatin galt, stellten viele Medien die Frage, ob eine Mutter denn Kanzlerin werden kann. Bei Männern spielt Nachwuchs oft gar keine Rolle. Wussten Sie zum Beispiel, dass Finanzminister Gernot Blümel letztes Jahr Vater wurde? Frauen und Männer werden leider heute noch mit zweierlei Maß gemessen.

Und so holt die biologische Realität die ideologischen Fantasien wieder mal ein. Es liegt nun mal in der Biologie begründet, daß ein Baby im Leben der Mutter einschneidendere Veränderungen mit sich bringt, als im Leben des Vaters.

Ob diese Veränderungen die Ausübung einer hohen politischen Funktion beeinträchtigen oder gar unmöglich machen, ist natürlich eine andere Frage, bei deren Beantwortung sowohl gesellschaftliche Erwartungen an Eltern und an Politiker beiderlei Geschlechts, als auch die gegenseitigen Erwartungen und die Beziehung der Eltern eine Rolle spielen.

Aber die leicht verblüffte Feststellung, daß das Kinderkriegen bei Männlein und Weiblein in politischer Funktion unterschiedlich beurteilt, “mit zweierlei Maß gemessen”, wird, verblüfft mich etwas und zeigt mir, wie weit sich die feministische Mär von der völligen Austauschbarkeit der Geschlechter, die inzwischen auch noch die noch phantasievollere Idee hervorgebracht hat, daß man sein Geschlecht nach Belieben wechseln kann, in unserer Kultur durchgesetzt hat.

Letztlich hat aber noch immer die Biologie die Oberhand – und damit der Schöpfer, der die Dinge und auch die Menschen eben so geschaffen hat, als Mann und Frau, im Ebenbild Gottes.

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Alyssa and her family need our help

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Bear one another’s burdens, and so fulfill the law of Christ. (Gal. 6:2)

Don & Nancy Prokop came to Austria as Vineyard missionaries, and together with Dave & Lisa Boyd the planted and nurtured the Vienna Vinyard. Their children Amy, Alyssa, and Matthew grew up near Vienna and attended Vienna Christian School (now International Christian School of Vienna). In recent years Don Prokop is part of the Mercy House of Prayer in Vienna, as well as part of the intercession team for the Austrian Roundtable, a grassroots Christian reconciliation initiative.

Their three children are married, Amy in California, Alyssa in Germany, and Matthew here in Austria.

In April of 2020 Alyssa’s husband David Kogler found her unresponsive in her bed. She was rushed to the hospital, and the initial diagnosis was an unspecified infection which had gone septic and caused swelling on the brain (cerebral edema). Alyssa almost died, and a short time later doctors diagnosed a rare condition: Addison’s Disease or hypocortisolism.

All of this has left Alyssa in a minimally conscious state, unable to walk, talk, care for herself or feed herself. At 46, the once vibrant caring wife, mother, daughter, sister, and friend to many, a talented singer, has been silenced.

Because of Covid restrictions, initially visits were severely restricted; in fact, Alyssa’s children saw their mother for the first time in a full year in April 2021.

Since last summer Alyssa has been in a nursing home; she needs round the clock care and intensive therapies to hopefully regain some of her abilities. All this is expensive; in God’s providence much of it is covered by insurance and government aid. Nevertheless, Alyssa’s husband David faces a monthly shortfall of $1800 (€1500).

This is why Alyssa’s sister Amy has started a GoFundMe campaign to financially support Alyssa and her family.

In the spirit of “bearing one another’s burdens” I ask all my readers to consider participating, according to their means and abilities.

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Alyssa und ihre Familie brauchen unsere Hilfe

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Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal. 5,2)

Don & Nancy Prokop kamen als Vineyard-Missionare nach Österreich und waren gemeinsam mit Dave & Lisa Boyd am Aufbau der Vineyard Wien beteiligt. Ihre Kinder Amy, Alyssa, und Matthew wuchsen im Wiener Umland auf, und besuchten die Vienna Christian School (jetzt International Christian School of Vienna). Die letzten Jahre war Don Prokop Teil des Mercy House of Prayer in Wien, sowie des Fürbitteteams des Vereins Weg der Versöhnung/Runder Tisch für Österreich.

Alle drei Kinder sind verheiratet, Amy (Lenhart) in Kalifornien, Alyssa (Kogler) in Deutschland, und Matthew hier in Österreich.

Im April 2020 wurde Alyssa von ihrem Mann David Kogler bewußtlos in ihrem Bett aufgefunden. Sie wurde eilig ins Krankenhaus gebracht, wo man eine Infektion feststellte, die zu Sepsis und einem Hirnödem führte. Alyssa entging nur ganz knapp dem Tod, und etwas später diagnostizierten die Ärzte eine sehr seltene Krankheit: Morbus Addison oder Nebenniereninsuffizienz.

All das hat dazu geführt, daß Alyssa in einem Zustand minimalen Bewußtseins ist, außerstande zu gehen, zu sprechen, oder selbstständig zu essen oder für sich zu sorgen. Mit 46 Jahren ist die Ehefrau und Mutter zweier Kinder, Tochter, Schwester, und Freundin vieler Menschen, die so lebensfrohe und talentierte Sängerin, verstummt.

Aufgrund der Covid-Einschränkungen waren zunächst nur minimale Besuche möglich; im April 2021 haben ihre Kinder die Mutter zum ersten Mal seit einem Jahr gesehen.

Alyssa, die seit vorigem Sommer in einem Pflegeheim ist, braucht durchgehende Betreuung sowie intensive Therapien, um hoffentlich einen Teil ihrer Fähigkeiten wiederzuerlangen. Der Großteil dieser Kosten wird von der Krankenversicherung sowie staatlichen Zuschüssen abgedeckt; trotzdem fehlen derzeit monatlich €1500.

Deshalb hat Alyssas Schwester Amy eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um Alyssas Familie finanziell zu unterstützen.

Im Geist von “Einer trage des anderen Last” bitte ich alle meine Leser, sich ihren Möglichkeiten entsprechend zu beteiligen.

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