Wo ist die jüdische Gemeinde geblieben

Wolf Paul, 2025-11-11

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Paulus, Tora, messianisches Judentum und ein Leib mit nur einer Lunge
Für viele Christen wirkt „jüdisches Christentum“ wie ein Widerspruch. Als ob jüdische Identität
und der Glaube an Jesus sich gegenseitig ausschließen würden.
Dabei war die erste ekklesia – die erste Gemeinde – vollständig jüdisch.
Erst später kamen Nichtjuden (Heiden) dazu und wurden zahlenmäßig dominant.

Paulus beschreibt die Gemeinde Jesu mit zwei Ursprüngen, aber einem Leib:

  • ecclesia ex circumcisione (ecclesia ex Iudaeis)– die Gemeinde aus den Juden
  • ecclesia ex gentibus – die Gemeinde aus den Nationen (den Heiden)

Paulus konnte sich nicht vorstellen, dass die eine die andere ersetzt.

Historisch verschwand jedoch der jüdische Teil der Gemeinde – nicht weil jüdische
Jesus-Nachfolger aufhörten zu existieren, sondern weil beide religiösen Systeme sie
ausgrenzten:

  • rabbinisches Judentum: „Wenn du an Jesus glaubst, bist du kein Jude mehr.“
  • christliche Welt: „Wenn du an Jesus glaubst, höre auf, jüdisch zu leben.“

So verschwand die ecclesia ex Judaeis aus der Sicht der Geschichte.


Paulus hat nicht die Tora abgelehnt – sondern ihren Missbrauch

In der christlichen Tradition existiert ein hartnäckiges Missverständnis: Paulus habe die Tora
(Gesetz Moses) als Last oder als Knechtschaft bezeichnet. Aber Paulus sagt nie, dass die Tora
schlecht sei.

„So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“

Römer 7,12

„Ich habe Freude an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen.“

Römer 7,22

„Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Keineswegs! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz.“

Römer 3,31

Paulus’ Problem war nicht die Tora selbst,
sondern die Verwendung der Tora als Eintrittsbedingung:
„Nur wer zuerst Jude wird, darf Teil der Gemeinde sein.“

Darum ließ Paulus Timotheus (jüdischer Hintergrund) beschneiden (Apg 16,3),
weigerte sich aber bei Titus (Heide) strikt (Gal 2,3).

Paulus in einem Satz:

Juden sollen Juden bleiben. Heiden sollen Heiden bleiben. Alle gehören in Jesus zusammen.


Wie aus der Tora fälschlich eine Last wurde

Kirchengeschichte (vor allem durch Augustinus und Luther geprägt) projizierte mittelalterlichen
Werkglauben rückwärts auf das Judentum. Dadurch entstand die vereinfachte Gleichung:

  • Tora = Gesetzlichkeit / Erlösung durch Werke
  • Gnade = Freiheit von der Tora

Aber im Judentum ist Tora nie ein Mittel der Rettung gewesen,
sondern Bundesleben – Ausdruck der Beziehung zu Gott.

An Simchat Tora („Freude an der Tora“) tanzen Juden mit der Schriftrolle.
Tora ist kein Joch. Tora ist Freude.


Die frühen Gemeindeväter wussten noch von beiden Teilen des Leibes

Bevor der jüdische Zweig verschwand, sprachen frühe Leiter der Gemeinde noch so:

„Die Apostel waren aus der Beschneidung, wir aus den Heiden.“

Johannes Chrysostomos (4. Jh.)

„Aus den Juden und aus den Heiden macht Gott eine Gemeinde.“

Augustinus, Contra Faustum 12.31

Zwei Ursprünge – ein Leib.


Das Wiederauftauchen der jüdischen Gemeinde

Nach 1.600 Jahren geschah etwas Überraschendes:

  1. Hebräische Christen (19. Jh.–1960er): Juden, die an Jesus glaubten, aber in
    heidnische Gemeinden assimilierten.
  2. Messianisches Judentum (seit ca. 1970): Juden, die an Jeschua glauben und weiter
    jüdisch leben.

Mark Kinzer, führender messianisch-jüdischer Theologe, schreibt:

„Die Berufung Israels ist unwiderruflich, auch für Juden, die an Jesus den Messias glauben.“

Mark Kinzer, Postmissionary Messianic Judaism, S. 41

Kinzers Ansatz heißt bilaterale Ekklesiologie:
eine weltweite Gemeinde mit zwei gemeinschaftlichen Identitäten – Juden und Heiden.


Stuart Dauermann: Tora als jüdischer Jüngerschaftsweg

Stuart Dauermann (Hashivenu-Bewegung) erklärt, warum jüdische Jesus-Nachfolger
sichtbar jüdisch bleiben sollen:

„Wenn jüdische Jünger Jeschuas nicht erkennbar jüdisch bleiben,
worüber genau sollen andere Juden dann eifersüchtig werden?“

Stuart Dauermann (Hashivenu)

Das greift direkt auf Römer 11,11 auf:

„Das Heil ist zu den Heiden gekommen, um Israel eifersüchtig zu machen.“

Römer 11,11

Dauermann formuliert auch:

„Tora ist das Jüngerschaftsprogramm Gottes für Juden.“

Dauermann (Vortrag)


Wenn Christen überkorrigieren: Zwei-Bünde-Theologie

Aus dem Wunsch, Antisemitismus zu vermeiden, und um den christlich-jüdischen Dialog nichy zu stören, sagen manche Theologen heute:

„Juden brauchen Jesus nicht; sie haben ihren eigenen Bund.“

Gut gemeint – aber es beraubt Juden des Messias Israels und eliminiert die
jüdische Gemeinde genauso effektiv wie die klassische Ersatztheologie.


Der Ölbaum des Paulus (Römer 11): Ein Baum, zwei Arten von Zweigen

  • natürliche Zweige – Juden
  • eingepfropfte Zweige – Heiden
  • eine Wurzel – der Bund mit Abraham

„Rühme dich nicht gegenüber den Zweigen … Nicht du trägst die Wurzel,
sondern die Wurzel trägt dich.“

Römer 11,18

Die heidnische Gemeinde steht in Israels Geschichte – nicht anstelle Israels.


Schluss: Ein Leib mit nur einer Lunge

Wenn der jüdische Teil des Leibes fehlt:

  • vergisst die Gemeinde ihre Wurzeln,
  • wird Tora zur Last statt zur Freude,
  • sieht Israel keinen jüdischen Jesus-Nachfolger.

Die Gemeinde atmet – aber nur mit einer Lunge.

Der Leib des Messias braucht beide Lungen, um atmen zu können.
Ohne die jüdische Seite verliert die Gemeinde Sauerstoff.

Möge der Leib wieder mit beiden Lungen atmen.

Dieser Artikel ist aus einer längeren Diskussion mit ChatGPT entstanden

Where did the Jewish Church go?

Wolf Paul,

Paul, Torah, Messianic Judaism, and the Body With One Lung Missing

For most Christians, the idea of “Jewish Christianity” feels odd — as if Jewish identity and faith in Jesus must be mutually exclusive. Yet the earliest ekklesia (church) was fully Jewish. Only later did Gentiles join in numbers large enough to dominate.

Paul described the Church as having two origins within one Body:

  • ecclesia ex circumcisione — the church from among the JewsChristianiy, Jews.,Messianic Judaism
  • ecclesia ex gentibus — the church from among the nations/Gentiles

He never imagined one replacing the other.

Historically, the Jewish wing of the Church vanished — not because Jewish believers disappeared, but because both synagogue and church delegitimized them:

  • Rabbinic Judaism: “If you believe in Jesus, you’re no longer Jewish.”
  • Gentile Christianity: “If you believe in Jesus, stopMessianic Judaism being Jewish.”

Utopian Chatter

Wolf Paul, 2025-06-29

The Ottawa Treaty banning anti-personnel mines is an international treaty concluded in 1997 that prohibits the use, stockpiling, production, and transfer of anti-personnel mines. It has so far been signed by more than 160 states and territories, including Ukraine and Austria. Russia and the United States are not among the signatory states.

Now, Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy has signed a decree for Ukraine to withdraw from the landmine treaty, and he is not alone: the three Baltic states—Estonia, Latvia, and Lithuania—have also announced their withdrawal from the agreement, and Poland and Finland are on the verge of doing the same. All of them share borders with Russia or the Russian exclave of Kaliningrad and, in light of Russia’s war of aggression against Ukraine, feel directly threatened by Moscow.

In my opinion, this is entirely understandable: refraining from using such mines is all well and good if everyone else, including potential enemies, does the same. In view of a real or potential adversary in war who does not abide by such polite agreements, who has already used such mines in the current war and is not afraid to repeatedly threaten the use of nuclear weapons, it would be irresponsible of the governments of neighboring states to impose such restrictions on themselves at the expense of their own populations.

It is perhaps understandable that human rights groups, most of which are not based in Ukraine or Russia’s western neighbors, criticize these countries’ announcements to withdraw from the treaty, and that UN Secretary-General António Guterres has also expressed concern. But as long as these groups and the UN cannot offer a practical solution to the “Russian problem,” their statements are nothing but utopian chatter which we can absolutely do without.

Utopisches Geplapper

Wolf Paul,

Die Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen ist ein internationaler Vertrag, der 1997 abvgeschlossen wurde und der den Einsatz, die Lagerung, die Herstellung und die Weitergabe von Antipersonenminen verbietet. Er wurde bisher von mehr als 160 Staaten und Territorien unterzeichnet, darunter von der Ukraine und Österreich. Russland und die USA gehören nicht zu den Unterzeichnerstaaten.

Jetzt hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dekret zum Austritt der Ukraine aus dem Landminenabkommen unterzeichnet, und er ist nicht der einzige: auch die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben ihren Austritt aus dem Abkommen erklärt, und Polen und Finnland stehen kurz davor. Sie alle haben Grenzen zu Russland bzw. zur russischen Exklave Kaliningrad und sehen sich angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine unmittelbar von Moskau bedroht.

Das ist meines Erachtens durchaus verständlich: auf solche Minen zu verzichten ist schön und gut, wenn alle anderen, auch potentielle Feinde, ebenfalls darauf verzichten. Angesichts eines realen bzw potentiellen Kriegsgegners, der sich nicht an solch höfliche Abkommen hält, solche Minen in dem aktuellen Krieg bereits eingesetzt hat und sich auch nicht scheut, immer wieder mit dem Einsatz von Nuklearwaffen zu drohen, wäre es von den Regierungen der Nachbarstaaten unverantworlich der eigenen Bevölkerung gegenüber, sich selbst solche Einschränkungen aufzuerlegen.

Es ist vielleicht verständlich, daß Menschenrechtsgruppen, von denen die meisten nicht in der Ukraine oder Russlands westlichen Nachbarstaaten angesiedelt sind, diese Ankündigung der Staaten, das Abkommen zu verlassen, kritisieren, und daß sich auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres besorgt zeigt. Aber solange diese Gruppen sowie die UNO keine praktikable Lösung für das “russische Problem” anbieten können, sind ihre Wortmeldungen nichts als utopisches Geplapper.

Israel im Krieg: Gaza und Iran

Wolf Paul, 2025-06-14

Eine Welt in Frieden, ohne Kriege oder militärische Konflikte – wie immer man sie nennen mag – ist ein Traum, den die meisten von uns hegen. Doch die harte Realität und die Prophetien, die Gott uns in der Bibel gegeben hat, zeigen, dass er ein Traum bleiben wird, bis Christus wiederkehrt.

Bis dahin haben Staaten, die angegriffen oder bedroht werden, ein legitimes Recht auf Selbstverteidigung. Das gilt für die Ukraine und ihre Verteidigung gegen Wladimir „Schlächter“ Putins Russland ebenso wie – und ganz besonders – für Israel, einen wiedergeborenen Staat, der nach den Gräueln der Schoah entstand, als ein Großteil der Welt wegschaute, während die Schergen Hitlers, dieses anderen Schlächters, das jüdische Volk und andere Gruppen zu vernichten suchten.

Seit über 70 Jahren lebt Israel mit Feinden, deren offizielles Ziel die Zerstörung des Staates und die Vernichtung des jüdischen Volkes ist, und hat sich mit bemerkenswerter Zurückhaltung gegen wiederholte Angriffe sowie eine andauernde Terrorkampagne verteidigt – bis die Terrororganisation Hamas mit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 eine rote Linie überschritt. Wenig überraschend reagierte Israel, mit dem klaren Ziel, die Geiseln aus Gaza zu befreien und Hamas als militärische Kraft zu zerschlagen.

Leider kämpft Hamas schmutzig und versteckt ihre Stellungen inmitten der Zivilbevölkerung 1 – in der Absicht, hohe zivile Opferzahlen zu provozieren 2 und damit die internationale Kritik an Israel zu steigern. Daher erscheinen beide Ziele inzwischen kaum erreichbar: Abgesehen von weiteren Deals, bei denen Hamas-Terroristen in israelischen Gefängnissen gegen wenige lebende Geiseln oder die Leichen ermordeter Geiseln ausgetauscht werden, ist es unwahrscheinlich, dass Israel die Verbliebenen retten kann. Hamas hingegen verfügt über ein scheinbar endloses Reservoir, um getötete Kämpfer zu ersetzen 3, ebenso wie über internationale Sponsoren mit tiefen Taschen.

Der prominenteste Unterstützer von Hamas ist das islamistische Regime in Teheran, Iran, das seit Jahren ein Atomprogramm verfolgt, nicht nur zu zivilen Zwecken, sondern mit dem Ziel, Nuklearwaffen zu besitzen und damit die Region und die Welt zu dominieren. Kein Wunder also, dass Israel dies seit Jahrzehnten als existentielle Bedrohung betrachtet – und nun gehandelt hat: Es hat gestern Schläge geführt gegen iranische Nuklearanlagen, Militärstützpunkte und führende Köpfe des Atom- und Militärprogramms.

Es ist noch zu früh, um zu beurteilen, wie erfolgreich (d. h. langfristig wirksam) diese Operation Rising Lion 4 war. Doch anders als der Krieg in Gaza – der in meinen Augen seinen Sinn verloren hat und offenbar nur noch dazu dient, den Premierminister im Amt (und damit vor seinen juristischen Problemen zu schützen) – waren die gestrigen Angriffe auf Iran ein legitimer Akt der Selbstverteidigung. Meine Hoffnung und mein Gebet sind, dass diese Aktion (und ihre wahrscheinlichen Folgeschläge) nicht nur die iranische Nuklearbedrohung beseitigen, sondern auch die iranische Opposition ermutigen und stärken, gegen das radikal-islamische Regime aufzustehen.

  1. Hamas verlegt seine militärischen Einrichtungen nicht nur in Wohngebiete, sondern auch in und unter Schulen und Krankenhäuser.[]
  2. Die international gemeldeten Opferzahlen stammen vom Gesundheitsministerium in Gaza, das von Hamas kontrolliert wird. Es unterscheidet weder zwischen getöteten Kämpfern noch zivilen Opfern und bläht die Zahlen vermutlich auf.[]
  3. Dieses Reservoir relativiert die Annahme, alle oder die meisten zivilen Opfer seien „unschuldige Zivilisten“: Obwohl die Proteste gegen Hamas in Gaza zunehmen, genießt die Organisation weiterhin große Unterstützung in der Bevölkerung. In jedem Krieg gibt es zivile Opfer; in der Regel unterstützen manche Zivilisten ihr Regime, andere nicht – so war es im Zweiten Weltkrieg und so ist es heute in Russland.[]
  4. Der Name stammt aus Numeri (4. Mose) 23,24 und spielt möglicherweise auch auf die vorislamische Flagge Irans mit Löwe und Sonne an.[]

Israel at war: Gaza and Iran

Wolf Paul,

A world at peace, without wars or military conflicts by any other name, is something most of us dream about but harsh reality and the prophecies God has given us in the Bible tell us that it will remain nothing but a dream until Christ returns.

In the meantime countries which are attacked or threatened by others have a legitimate right to self-defense. This applies to Ukraine and its defense against Vladimir “The Butcher” Putin’s Russia, and of especially to Israel, a nation reborn after the horrors of the Shoa when most of the world looked the other way while that other butcher, Adolf Hitler, and his minions attempted to exterminate the Jewish people and others.

For more than 70 years Israel has lived with threats from enemies whose declared goal is the destruction of the state and extermination of the people of Israel, and it has defended itself against repeated attacks and an ongoing campaign of terror with remarkable restraint, until the terrorist organization Hamas crossed a line with the massacre of October 7, 2023. Not surprisingly Israel retaliated, with the clear goals of rescuing the hostages taken into Gaza by the terrorist group Hamas, and destroying Hamas as a military force.

Unfortunately Hamas fights dirty, hiding its military installations among the civilian population1 in order to ensure huge numbers of civilian casualtieses2 and thus increasing international criticism of Israel. For this reason it now looks like both of these goals are unattainable: barring further deals involving swaps of Hamas terrorists in Israeli prisons for a handful of living hostages and the corpses of murdered ones it is unlikely that Israel can rescue those who remain alive in Hamas captivity, and Hamas seems to have an endless pool from which to replace fighters killed by the Israelis3, as well as international sponsors who share their goals and have deep pockets.

The most prominent of Hamas’ backers is the Islamic regime in Teheran, Iran, which for many years has been busy developing a nuclear program not just for civilian purposes but with the goal of acquiring their own nuclear weapons with which to dominate their region and the world. It is little wonder that for years, even decades, Israel has regarded this as a major threat to their security and very existence, and now they have acted and conducted strikes not only against Iranian nuclear research facilities and military installations but also against prominent figures of the Iranian military and nuclear research program.

It is too soon to tell how successful (i.e. longterm effective) this operation Rising Lion4 was, but unlike the war in Gaza (which in my eyes has lost its purpose and seems to be continued only to keep the Prime Minister in power and shielded from the legal troubles sure to ccatch up with him as soon as the war ends) yesterday’s strikes against Iran were a legitimate act of self-defense. My hope and prayer is that this military action (and its likely follow-ups) will not only eliminate the Iranian nuclear threat  but will also encourage and empower the Iranian opposition to rise up against the radically Islamist regime.

  1. Hamas locates military installations not just in residential neighborhoods but in and under schools and hospitals.[]
  2. The internationally reported numbers of casualties originate with the Gaza Health Ministry which is controlled by Hamas which not only doesn’t distinguish between killed fighters and civilian victims, but likely also inflates the numbers.[]
  3. This endless pool of replacement fighters is why the assumption that all or most of the civilian casualties are “innocent victims” is flawed: while protests against Hamas are increasing in Gaza, the terrorist organization still enjoys massive support among the civilian population of Gaza. Every war produces civilian casualties; in most wars the civilian population is a mix of people who support their regime and those who do not; this was true in World War II when the killed civilians were a mix of Nazis andothers who simply looked the other way and didn’t get involved; it is the same in today’s Russia.[]
  4. The name is taken from Numbers 23:24, and is possibly also a reference to the pre-Islamist flag of Iran which features a Lion and a Sun[]

I never fell out of love with Jesus, but I didn’t fear God

Wolf Paul, 2025-05-29

During the 1980s, Jim Bakker was a prominent evangelist with a hugely successful television ministry. However, in 1990, he was arrested, tried, and convicted of defrauding his ministry’s supporters of approximately $158 million. In 1993, he was sentenced to 45 years in prison, a sentence that was later reduced to eight years on appeal. He ultimately served five years before being released.

While in prison, during his first year, Bakker read The Awe of God by John Bevere and requested a visit from the author. During that visit, as John later recounted, he asked Jim when, during his successful ministry career, he had gone wrong—when he had fallen out of love with Jesus.

Jim’s reply struck me deeply:

“John, I never fell out of love with Jesus. I loved Him all the way through it. But I didn’t fear God.”

He went on to say that many Christians are like he was—people who love Jesus but do not fear God.

I’m afraid he’s right. Many of them, like him, are successful and prominent in Christian ministry. That is the only explanation I have found for a phenomenon that has long puzzled me.

I regularly read The Roys Report, a newsletter dedicated to transparency and integrity within the evangelical church. Nearly every week, it reports on pastors and other high-profile Christian leaders who fall spectacularly—often at the peak of their careers—due to sin that had persisted for years. I have no trouble understanding how Christians can fall into sin (I only have to look at myself) but I find it difficult to understand how such men could stand in the pulpit week after week, preaching God’s Word or presiding at the Lord’s Table. Personally, I would not dare to live such a double life, I would be afraid God would strike me down. In fact, it is precisely the  awareness of my own sinfulness that has always led me to decline invitations to preach. Jim Bakker’s confession—“I never fell out of love with Jesus, but I didn’t fear God”—is the only reason I can conceive of for how these fallen leaders could continue ministering, even successfully, while living in duplicity.

Another dimension of this troubling pattern is the question of how such leaders can continue to be successful despite the hidden sin in their lives. I found a possible answer in Ezekiel 44:

“Surely the Levites who wandered away from me when Israel went astray, and who strayed from me after their idols, will bear the consequences of their iniquity. Yet they will occupy my sanctuary, serving as guards at the temple gates and ministering at the temple. They will slaughter the burnt offerings and other sacrifices for the people and will stand before them to serve them. Because they ministered to the house of Israel before their idols and became a sinful stumbling block to them, therefore I swore an oath against them”—this is the declaration of the Lord God—“that they would bear the consequences of their iniquity. They must not approach me to serve me as priests or come near any of my holy things or the most holy things. They will bear their disgrace and the consequences of the detestable acts they committed. Yet I will make them responsible for the duties of the temple—for all its work and everything done in it.” (Ezekiel 44:10–14, CSB)

It is as though God is saying: I will not punish the people by withholding the ministry they need just because their shepherds have gone astray. By God’s grace, even unworthy ministers can preach His Word and serve as instruments of His grace.

Gedankenlesen als Beweis vor Gericht?

Wolf Paul, 2025-05-27

Im Februar 2024 wurde Sebastian Kurz vom Wiener Straflandesgericht wegen Falschaussage vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss schuldig gesprochen und zu einer achtmonatigen bedingten Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kurz seinen Einfluß auf die Bestellung des Aufsichtsrats der Staatsholding ÖBAG im Jahr 2020 heruntergespielt hatte.

 Kurz war aus verschiedenen Gründen nie einer meiner Lieblingspolitiker, aber dieses Urteil hat mich nie überzeugt, war für mich nicht nachvollziehbar, und ich finde es richtig, daß es jetzt vom Oberlandesgericht Wien aufgehoben wurde.

Einem Befragten vorzuwerfen, er hätte nicht vollständig genug ausgesagt, wenn er bei seiner Aussage unterbrochen worden war und ihm auch keine Gelegenheit geboten worden war, mit seiner Aussage fortzufahren, widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Daß ein Richter sich dann anmaßt, darüber zu urteilen, ob der Befragte mehr gesagt hätte, wenn er denn die Gelegenheit gehabt hätte, oder nicht, übersteigt die richterliche Kompetenz — es sei denn, wir lassen Spekulationen oder Gedankenlesen ganz offiziell als Beweismittel vor Gericht zu.1

Aber vielleicht sollte man im Parlament darüber nachdenken, die Spielregeln für U-Ausschüsse zu überarbeiten. Ich sehe ein, daß es Redezeit-Beschränkungen für Abgeordnete geben muß; diese sollten aber tatsächlich nur für die jeweilige Abgeordnete gelten und nicht für den Befragten, den man dann eventuell wegen einer unvollständigen Aussage vor den Kadi zerrt.

Und die Staatsanwaltschaft sollte vor einer Anklage gefälligst überprüfen, ob der Beschuldigte überhaupt die Möglichkeit gehabt hätte, anders zu handeln. Wie und wann hätte Kurz denn vor dem U-Ausschuß seine unterbrochene Aussage fortsetzen können?

Im Englischen gibt es das geflügelte Wort, “The Law is an Ass”„Die Justiz ist ein Esel“, welches mit der pikanten Doppeldeutigkeit von “Ass”2 spielt. Es paßt sehr gut auf diese Situation.

 

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  1. Wobei  ich nicht daran zweifle, daß die Unterbrechung Kurz ganz recht war — aber das stellt keinen Straftatbestand dar.
  2. “Ass” ist sowohl der Esel, als auch umgangssprachlich dasselbe wie “arse” — „Arsch“.

Der Glaube als Waffe in Rußlands Krieg gegen die Ukraine

Wolf Paul, 2025-05-08

Dieser Artikel von Denys Gorenkov1wurde ursprünglich vom Baptist Standard veröffentlicht. Die Veröffentlichung dieser Übersetzung erolgt mit Genehmigung.

Russland führt einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine – mit allen verfügbaren Mitteln. Darunter auch die Religionsgemeinschaften des Aggressorstaates.

Dabei geht es nicht nur um den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill (Gundjajew), den muslimischen Führer Talgat Tadschuddin und den jüdischen Vertreter Aaron Gurewitsch. Kleine, aber straff organisierte evangelikale Kirchen in Russland mobilisierten schnell ihre Ressourcen, um den imperialen Krieg zu unterstützen.

Evangelikale im Dienst Russlands

Evangelikale Leiter setzen nicht nur auf das Wohlwollen der Behörden, sondern auch auf gewisse Beute – sie haben die Botschaft Christi durch die Gebote der „Z-Religion“ ersetzt. Das „Z“ ist das Symbol für Russlands sogenannte „Spezialoperation“.

Im Gegensatz zur Russisch-Orthodoxen Kirche, die ihre Rhetorik und Strukturen schnell und zentral an die Kriegsmaschinerie angepasst hat, taten sich die evangelikalen Kirchen zunächst schwerer. Einige Leiter widersetzten sich; andere verließen das Land.

Doch drei Jahre nach Beginn der Invasion haben sich russische Evangelikale fest eingereiht: Pastoren segnen Putin öffentlich und bekunden ihre Unterstützung für die „Spezialoperation“.

Hinter den mit Gewehren bewaffneten burjatischen2 Soldaten folgen „Missionare“. Auf den Trümmern ukrainischer Gebetshäuser verteilen russische „Brüder“ Hilfsgüter und singen Lobpreislieder.

Inmitten der Trümmer von Mariupol, Ukraine, nahm der russische „Missionar“ Andrey Krysov ein Einladungsvideo zu einer Missionskonferenz auf, die in Jekaterinburg stattfinden soll.

Krysov ist als einer der Redner gelistet. Gemeinsam mit dem „Missiologen“ Pawel Pusanow soll er russischen Gläubigen beibringen, wie „Mission auf befreiten Gebieten“ funktioniert – so lautete es in einem inzwischen gelöschten Telegram-Kanal der Konferenz.

Doch die Frage, an welchen Gott und an welche Mission die russischen „Z-Christen“ eigentlich glauben, wird weder in Jekaterinburg noch sonstwo gestellt – weder auf Konferenzen, noch bei Leitungsgipfeln oder Gebetsfrühstücken.

Diejenigen, die solche Fragen stellen könnten, sitzen im Gefängnis, leben im Exil oder wurden beseitigt. Die Verbliebenen gieren nach ihrem Anteil am Festmahl des Kannibalen.

Russische Kirchenleiter – Schatrow: Bischof, stellv. Leitender Bischof des Bundes Evangelischer Christen im Nordwestlichen Föderalbezirk; Dirinenko: Bischof, stellv. Leitender Bischof im Zentralbezirk; Kolesnikow: Vorsitzender der Gesamtunion Evangelischer Christen; und Karassjow: Bischof des Gesamtverbandes Evangelischer Christen – berichteten stolz über das Wachstum ihrer Gemeinden beim Gebetsfrühstück3 in Washington, D.C., am 6. Februar 2025:
„Selbst unter den schwierigen Bedingungen der Spezialoperation vermehren sich unsere Kirchen“, so Teilnehmer.

Und tatsächlich – wie schon nach den Okkupationen von Moldawien, Georgien und der Krim.

Gemeindewachstum als Strategie

Die Strategie ist überall gleich: Erst durchkämmen Sicherheitskräfte die Häuser und Kirchen örtlicher Christen in den besetzten Gebieten. Danach kommen Beamte, die verlangen, dass Kirchen sich nach russischem Recht neu registrieren.

Dann treten Gesandte russischer protestantischer Kirchen auf: „Schließt euch uns an, dann erhaltet ihr offizielle russische Registrierung.“ Wer ablehnt, wird vom Sicherheitsdienst beseitigt. Wer zustimmt, zählt nun zur Statistik des russischen Gemeinde-Wachstums.

Hauptakteur dieser „Übernahmen“ ist die Vereinigte Russische Union der Christen Evangelikalen Glaubens (ROSKhVE).

Früh im Verlauf der „Spezialoperation“ erklärte ROSKhVE-Leiter Sergej Rjachowskij die Position des Verbands unmissverständlich 4:
„Wir sind russische Bürger und Patrioten unseres Landes.“

Auf einer Sitzung des Religionsrats der Russischen Föderation zum Thema Ukraine sagte Rjachowskij 5:
„Heute haben wir keinen anderen Weg, die Wahrheit zu verteidigen“, und fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass uns die Liebe bewegt.“

Natürlich haben russische Evangelikale nicht denselben Einfluss wie die Moskauer Orthodoxie – und im Vergleich zum „Wolf“ Kirill Gundjajew wirken ihre Leiter eher wie „Wolfswelpen“. Doch auch diese „Wolfswelpen“ wollen profitieren – und beten nicht nur für Putin, sondern auch zu Putin.

In den Jahren des Krieges haben sich die Kirchen des Aggressorstaates dank der Gemeinden in den besetzten Gebieten vervielfacht.

Theologischer Wandel

Schon 2014, nach der Annexion der Krim, richteten sich russische Baptisten 6 – einst unerschütterliche Bekenner unter dem Sowjetregime – mit einem unterwürfigen Appell an Putin: „Danke für den Schutz und die Stärkung geistlicher und moralischer Werte.“

Heute sind russische Kirchen nicht wiederzuerkennen. Sie ähneln nicht mehr dem historischen protestantischen Zeugnis, das einst bereit war, der Macht die Wahrheit zu sagen.

Die Sprache der Kirche – Spiegel ihres Denkens – hat rasch die Vokabeln des Staates übernommen. Phrasen wie „Befreiungshandlungen“ oder „befreite Gebiete“ gehen glatt über die Lippen.

Sergej Kirejew, ROSKhVE-Leiter 7, erklärte in einem Bericht mit dem Titel Zwei Jahre SVO: Der Beitrag der Protestanten von Pensa zu unserem gemeinsamen Sieg,
„Großartige Arbeit wurde bereits geleistet – doch noch größere Aufgaben stehen uns bevor, sowohl in Pensa als auch in den neuen Gebieten.“

Tatsächlich bleibt für ROSKhVE und andere russische Evangelikale viel zu tun. Ihre Organisationen konzentrieren sich auf die „neu befreiten Gebiete“, und ihre „Missiologen“ haben eine maßgeschneiderte Missionsstrategie entwickelt – zur Besiedlung und „Bepflanzung“ jener ukrainischen Länder, die russische Truppen „gesäubert“ haben.

Christenverfolgung

Die Fakten zur Christenverfolgung aufgrund der Ablehnung der „Z-Religion“ sind im Bericht Faith Under Russian Terror 8 dokumentiert.

Laut Pastor Mychajlo Bryzsyn, Mitautor des Berichts:
„Auf den zwischen 2022 und 2024 besetzten ukrainischen Gebieten orchestrierte Russland einen regelrechten religiösen Genozid: Hunderte Glaubensgemeinschaften wurden zerstört; Geistliche verhaftet, verhört, brutal deportiert oder zur Flucht gezwungen; Kirchengebäude konfisziert und umfunktioniert.“

Allein in Melitopol wurden mehr als 15 Kirchengebäude – die meisten protestantisch – beschlagnahmt. Keines wurde je zurückgegeben, selbst nach der erzwungenen „Neuregistrierung“ nach russischem Recht.

In diesem Klima entfalten russische Kirchenleiter ihre „Missionstätigkeit“ – eine groteske Operation, wie das Zerstören eines prächtigen Parks, nur um ein paar Setzlinge zu pflanzen.

Gleichzeitig reisen diese Kirchenführer ungehindert durch die Welt und überzeugen westliche Zuhörer davon, dass Russland ein Land der Religionsfreiheit, christlicher Werte und kirchlicher Blüte sei.

Der amerikanische Prediger Rick Renner, der nach Russland gezogen ist, lobt offen das Regime und bietet mächtige mediale Unterstützung. Man glaubt Renner, Rjachowskij, Schatrow und Dirinenko – denn diejenigen, die ihnen widersprechen könnten, sitzen im Gefängnis, liegen im Grab oder gelten als radikale Ausgestoßene.

Beispiel Drittes Reich

All das ist in der Geschichte des Christentums nicht neu. Die „Deutschen Christen“ im Dritten Reich handelten ähnlich. Ihre Ideologen wussten sehr wohl, welche Rolle sie bei der „Endlösung der Judenfrage“ spielten – ebenso wie heutige russische „Missiologen“ wissen, was ihr „Einsatz auf befreitem Gebiet“ bedeutet.

Auch damals wurden amerikanische Christen von den Reichskirchenführern getäuscht – und glaubten ihnen.

1936 besuchte Oswald Smith von der People’s Church in Toronto – ein hochgeschätzter Missionar – Deutschland und kehrte begeistert zurück. Deutschland, so sein Bericht, sei „erwacht“.
„Deutsche Gläubige sagen, sie seien zufrieden mit Hitler.“ Und: „Jeder wahre Christ ist für Hitler.“ Siehe Fußnote.

Verstummter Widerstand

Auch heute gibt es russische Christen, die nicht die Euphorie von Rjachowskij oder Kirejew teilen – aber ihre Stimmen werden nicht gehört.

Was bleibt, ist das laute Singen bei Konferenzen und Gottesdiensten – ein Echo auf das Bild, das Erwin Lutzer in Hitler’s Cross beschreibt:

„Ein Eisenbahngleis verlief hinter unserer kleinen Kirche. Jeden Sonntagmorgen hörten wir den Pfiff in der Ferne und dann das Rattern der Räder. Wir wurden unruhig, wenn wir die Schreie aus dem Zug hörten.

Woche für Woche kam der Zug – wir wussten, dass er Juden wie Vieh in Waggons transportierte. Ihre Schreie quälten uns.

Wir wussten, wann der Zug kommen würde, und wenn wir den Pfiff hörten, begannen wir, Lieder zu singen. Wenn der Zug vorbeifuhr, sangen wir lauter. Und wenn wir Schreie hörten, sangen wir noch lauter – bis wir nichts mehr hörten.“

Ebenso werden die Teilnehmer der kommenden „Missionskonferenz“ in Jekaterinburg lauter singen – bevor sie zu Workshops über „Mission in befreiten Gebieten“ übergehen.

Wird es einen treuen Überrest geben?

Das Christentum in Russland hat sich in eine „Z-Religion“ verwandelt – eine Religion der Unterwerfung, der Eroberung, eingehüllt in Lobpreis.

Wird sich unter den russischen Christen ein „Überrest von siebentausend“ finden, „die ihr Knie nicht vor dem Baal gebeugt haben“ (1. Könige 19,18)? Nur der Herr weiß es. Nur er weiß, ob neue Leiter entstehen, die widerstehen, erkennen und treu bleiben können.

Was den Rest betrifft – jene „Z-Christen“, die ihr Zeugnis gegen Propaganda eingetauscht haben, die zum Imperium beten und durch Gesang das Leiden übertönen – auf sie treffen Longfellows prophetische Worte zu:

„Mag Gottes Mühle langsam mahlen, doch sie mahlt sehr fein;
Mit Geduld steht Er wartend, doch genau ist Sein Gericht.“

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Das Zitat von Oswald J. Snith über Christen im Dritten Reich stammt aus:
Oswald J. Smith, “My Visit to Germany,”
The Defender 11 (September 1936): 15. David A. Rausch, A Legacy of Hatred (Chicago: Moody, 1984), 101.

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  1. Denys Gorenkov ist Pastor der Evangelischen Freikirche „Neues Leben“ in Kyjiw, Ukraine, und Dozent am Ausbildungszentrum für Militärseelsorge des Militärinstituts der Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw. Die in diesem Meinungsartikel geäußerten Ansichten stammen vom Autor.
  2. Die Burjaten sind ein mongolisches Volk
  3. https://irp.news/protestanty-iz-rf-na-molitvennyj-zavtrak-v-ssha-2025/
  4. https://tass.ru/obschestvo/14799195
  5. https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=4QYz8yCCvcw
  6. https://baptist.org.ru/news/main/view/obraschenie-k-prezidentu-rossii-34-sezd
  7. https://shaltnotkill.info/pastor-roshve-podgotovil-doklad-o-vklade-protestantov-v-svo/
  8. https://missioneurasia.org/wp-content/uploads/2025/01/2025-Mission-Eurasia-report-on-Ukraine-ENG.pdf

The weapon of faith in Russia’s war on Ukraine

Wolf Paul,

This article by Denys Gorenkov1 was published initially by The Baptist Standard. Reposted by permission.

Russia is waging a war of annihilation against Ukraine using every force and means at its disposal. Among those tools are the religious communities of the aggressor state.

And this doesn’t refer only to Russian Orthodox Patriarch Kirill (Gundyaev), Muslim leader Talgat Tadzhuddin and Jewish representative Aaron Gurevich. Small but tightly organized evangelical churches in Russia quickly mobilized their resources to support the imperial war effort.

Evangelicals in service of Russia

Evangelical leaders are counting not only on the approval of the authorities, but also on certain trophies, having replaced the message of Christ with the commandments of the “Z-religion.” “Z” is the symbol of Russia’s so-called “Special Military Operation.

Unlike the Russian Orthodox Church, which swiftly and centrally aligned its rhetoric and structures with the war machine, the evangelical churches were slower to adapt. Some leaders resisted; others left the country.

Yet three years into the full-scale invasion, Russian evangelicals have taken their place firmly in the ranks. Pastors publicly bless Putin and proclaim their support for the “Special Military Operation.”

Following the Buryat2 soldiers armed with rifles, the “missionaries” move in. On the ruins of Ukrainian houses of prayer, Russian “brothers” distribute humanitarian aid and sing praise songs.

Amid the rubble of Mariupol, Ukraine, Russian “missionary” Andrey Krysov recorded a video invitation to a missionary conference scheduled to take place in Yekaterinburg, Russia.

Krysov is listed as one of the speakers for the event. Alongside another “missiologist,” Pavel Puzanov, he will train Russian believers on how to carry out “missions on the liberated territories,” according to a since-deleted Telegram channel for the conference.

But the question of which God and which mission the Russian “Z-Christians” actually believe in won’t be raised at the Yekaterinburg conference—nor at any other conference, leadership summit or prayer breakfast across Russia.

Those who might ask such questions are imprisoned, exiled or eliminated. Those who remain are eager to snatch their slice of the cannibal’s feast.

Russian church leaders—Shatrov: bishop, deputy presiding bishop of the Russian Union of Evangelical Christians in the Northwestern Federal District; Dirinenko: bishop, deputy presiding bishop of the Russian Union of Evangelical Christians in the Central Federal District; Kolesnikov: chairman of the All-Union Fellowship of Evangelical Christians; and Karasyov: bishop of the All-Russian Fellowship of Evangelical Christians—proudly reported the growth of their congregations during a prayer breakfast3 in Washington, D.C., on Feb. 6, 2025: “Even under the difficult conditions of the Special Military Operation, our churches are multiplying,” according to some prayer breakfast participants.

And indeed, they are—just as they did after the occupations of Moldova, Georgia and Crimea.

Church growth strategy

The strategy is the same everywhere. First, security forces raid the homes and churches of local Christian leaders in occupied territories. Then come the bureaucrats, demanding the churches re-register under Russian law.

After them arrive emissaries from Russian Protestant church unions, offering a friendly deal: Join us, and you’ll gain official Russian registration. Those who refused were eliminated by the security services. Those who agreed now boost the statistics of Russian church growth.

The major instrument of these “mergers and acquisitions” is the Associated Russian Union of Christians of Evangelical Faith (ROSKhVE).

Early in the so-called “Special Military Operation,” ROSKhVE’s leader Sergey Ryakhovsky made the union’s stance4 crystal clear: “We are Russian citizens and patriots of our country.

Speaking at a meeting of the Council of Religious Leaders of the Russian Federation, where the issue of the “Special Military Operation” in Ukraine was discussed, Ryakhovsky stated5: “Today, we have no other way to defend the truth,” and added, “I am convinced that we are all moved by love.”

Russian evangelicals, of course, do not have the same influence as Moscow Orthodoxy, and compared to the “wolf” Kirill Gundyaev, their leaders appear more like “wolf cubs.” But the “wolf cubs” also want to profit from their support of the “Special Military Operation,” and therefore are ready to pray not only for Putin, but also to Putin.

During the years of war, the churches of the aggressor country have significantly “multiplied” thanks to the communities in the occupied territories.

Even their theology has shifted.

Change in theology

As early as 2014, right after the annexation of Crimea, some Russian Baptists6—descendants of the unbreakable Soviet-era confessional Christians—issued a thoroughly servile appeal to Putin, thanking him for “defending and strengthening spiritual and moral values.”

Today, Russian churches have changed beyond recognition. They no longer resemble the historic Protestant witness that once dared to stand for the truth and speak it to power.

The language of the church—a reflection of its thinking—has quickly absorbed the vocabulary of the state. Phrases like “liberating military actions” and “liberated territories” now roll off the tongue without a second thought.

Sergey Kireyev, a ROSKhVE leader7, proudly declared in a report titled Two Years of the SMO: The Contribution of Penza Protestants to Our Common Victory that “tremendous work has already been done—but even greater work lies ahead, both in Penza and in the new territories.”

Indeed, ROSKhVE and other Russian evangelicals still have a lot of work left to do. Their organizations are focused on the “newly liberated territories,” and their “missiologists” have devised a custom-built mission strategy—to settle and establish Ukrainian lands Russian troops have “cleansed.”

Persecution of Christians

The facts of Christian persecution for refusing to join the “Z-religion” are detailed in the report Faith Under Russian Terror8.

According to Pastor Mykhailo Brytsyn, a co-author of the report: “On the Ukrainian territories occupied between 2022 and 2024, Russia orchestrated a sweeping religious genocide: hundreds of religious communities were destroyed; clergy members, after being arrested and interrogated, were brutally deported or forced to flee their homes; church buildings were seized by the occupation authorities and repurposed for their needs.

In Melitopol alone, more than 15 church buildings—most of them Protestant—were taken over. Not a single one was returned to the religious communities, even after they underwent the so-called “re-registration under Russian law.”

It is under these conditions that Russian church leaders launch their “missionary activity”—a grotesque operation that resembles destroying a beautiful park just to plant a few little trees.

And while all this unfolds, Russian church leaders travel freely around the world, convincing Western audiences Russia is a land of religious freedom, Christian values and vibrant church growth.

American preacher Rick Renner, who relocated to Russia, openly praises the regime and provides it with powerful media support. People believe Renner, Ryakhovsky, Shatrov and Dirinenko—because those who could have challenged them are rotting in prison, lying in graves, or branded as radicals and untouchables.

The example of the Third Reich

None of this is new to the history of Christianity. The “German Christians” of the Third Reich behaved similarly. Their ideologues clearly understood their role in the “final solution to the Jewish question”—just as today’s Russian “missiologists” understand their role in their “mission to the liberated territories.”

The leaders of the Reich Church deceived American Christians in much the same way the leaders of the “Z-Church” do now. And they were believed.

In 1936, Oswald Smith from the People’s Church in Toronto—a respected missionary with a spotless evangelical reputation—visited Germany and returned singing Hitler’s praises. His glowing report was based on conversations with fellow evangelicals. Germany, Smith claimed, had “awakened.”

“German believers say they are satisfied with Hitler.” And this sentiment was widespread: “Every true Christian is for Hitler.” See footnote.

Silenced opposition

Today, there are Russian Christians who do not share the euphoria of leaders like Ryakhovsky or Kireyev—but their voices are silenced and go unheard.

All that remains is the loud singing at conferences and worship services, echoing the haunting image Erwin Lutzer describes in Hitler’s Cross, where German believers kept singing as the trains passed by:

“A railroad track ran behind our small church and each Sunday morning we could hear the whistle in the distance and then the wheels coming over the tracks. We became disturbed when we heard the cries coming from the train as it passed by. We realized that it was carrying Jews like cattle in the cars!

“Week after week the whistle would blow. We dreaded to hear the sound of those wheels because we knew that we would hear the cries of the Jews en route to a death camp. Their screams tormented us.

“We knew the time the train was coming and when we heard the whistle blow we began singing hymns. By the time the train came past our church we were singing at the top of our voices. If we heard screams, we sang more loudly and soon we heard them no more.”

Just as before, the participants of the upcoming “missionary conference” in Yekaterinburg, Russia, will sing “even louder”—before heading off to workshops on how to carry out missions “on the liberated territories.”

Will there be a faithful remnant?

Christianity in today’s Russia has morphed into “Z-Christianity”—a religion of assimilation and absorption, of conquest wrapped in praise choruses.

Will there be found among the Russian church the “seven thousand who have not bowed the knee to Baal” (1 Kings 19:18)? Only the Lord knows. Only he knows whether new leaders might yet rise from among Russian evangelicals—leaders able to resist, to discern his will and to remain faithful.

As for the rest—for the “Z-Christians” who have traded their witness for propaganda, who pray to empire and sing to silence the sound of suffering—the prophetic words of Longfellow toll like a bell:

Though the mills of God grind slowly, yet they grind exceeding small;
Though with patience He stands waiting, with exactness grinds He all.

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Source of quotes on Christians in Hitler’s Germany: Oswald J. Smith, “My Visit to Germany,” The Defender 11 (September 1936): 15. David A. Rausch, A Legacy of Hatred (Chicago: Moody, 1984), 101.

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  1. Denys Gorenkov is a minister of the New Life Evangelical Church in Kyiv, Ukraine, and a lecturer at the Military Chaplaincy Training Centre of the Military Institute of Taras Shevchenko National University of Kyiv. The views expressed in this opinion article are those of the author.
  2. The Buryats are a mongolian tribe
  3. https://irp.news/protestanty-iz-rf-na-molitvennyj-zavtrak-v-ssha-2025/
  4. https://tass.ru/obschestvo/14799195
  5. https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=4QYz8yCCvcw
  6. https://baptist.org.ru/news/main/view/obraschenie-k-prezidentu-rossii-34-sezd
  7. https://shaltnotkill.info/pastor-roshve-podgotovil-doklad-o-vklade-protestantov-v-svo/
  8. https://missioneurasia.org/wp-content/uploads/2025/01/2025-Mission-Eurasia-report-on-Ukraine-ENG.pdf